Philosophie & Arbeitsweise

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Ziel meiner Hundeschule ist es, den Hund "alltagstauglich" zu erziehen und "problematischen" Hunden eine (neue) Chance zu geben.

Das Training basiert auf Belohnung und positiver Lernatmosphäre. Gewalt, auch Leinenruck oder "Erziehungshilfen" wie Stachelhalsband oder Anti-Bell-Halsbänder, werden nicht benötigt und abgelehnt.


Der "alltagstaugliche" Hund

Ziel der "Grunderziehung" ist, den Hund im Alltag einfach zu führen und ihn überall hin mitnehmen zu können. Was hilft es, wenn der Hund auf dem Hundeplatz super "funktioniert", aber es beim Gassi-Gehen oder beim Klingeln an der Tür immer wieder Probleme gibt?

Hunde sind dafür gezüchtet, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Sie schliessen sich einer souveränen Führung gerne und freiwillig an (die meisten jedenfalls).

Hunde müssen in unserer Menschenwelt zurecht kommen mit für sie vollkommen fremden Regeln. Zum Beispiel, dass ein Rüde sein Territorium nicht verteidigen darf, sondern sich mit anderen Rüden vertragen soll. Oder dass Hochspringen als Begrüßung unerwünscht ist.

In dieser für Hunde unverständlichen Welt sind sie dankbar für eine Führung und für Regeln, an denen sie sich orientieren können. Vergleichbar mit einer Reise nach China ohne die Sprache zu kennen: Sie sind verloren in einer großen Stadt, wo sie nicht einmal Hinweisschilder lesen können. Sie wären froh, einen Einheimischen als Führer zu haben und sie würden ihm gerne und freiwillig folgen.


Souveräne Führung – was genau heißt das?

Vertrauen ist hier das Zauberwort – und Vertrauen will verdient werden! Und zwar: Sie müssen sich das Vertrauen Ihres Hundes verdienen, nicht umgekehrt!

"Es wird ja immer komplizierter, wie soll ich das jetzt wieder anstellen?"

Einige Fragen geben die Antworten:

'Fair sein' heißt, nur solches Verhalten von ihm zu verlangen, das er auch kann. In dieser Situation, an dieser Stelle, unter dieser Ablenkung.

'Geht es ihm gut' heißt, er wird immer gelobt, wenn er zu mir kommt und NIE, wirklich NIE geschimpft (auch nicht, wenn er erst nach dem 5. Mal Rufen kommt oder nach dem Alleinebleiben der Müll verteilt ist - hier fehlt Training an anderer Stelle).

Und 'Einschätzbarkeit' heißt, dass ich in gleichen Situationen immer gleich reagiere (was durchaus eine Herausforderung sein kann - die menschliche Ungeduld lässt grüßen).

Sie bekommen in der Hundeschule ausführliche Antworten und lernen: Situationen einzuschätzen, die Lernumgebung anzupassen und für den Hund positive Lernerfahrungen aufzubauen.


Regeln, Grenzen und Frust

In meiner Hundeschule stelle ich immer wieder fest, dass viele Hunde keine oder wenig Grenzen kennen gelernt haben und keinen Frust aushalten können. Die Grenze und damit der Frust, gerade mal nicht zu einem Hundekumpel laufen und spielen zu können. Mal den Ball liegen lassen, nicht am Zaun bellen, mal alleine zu Hause bleiben und auf den Besitzer warten.

In meinem Training gibt es einige Übungen, die ein anderes Verhalten schulen. Der Hund lernt zum Beispiel, dass es sich lohnt, den Frust auszuhalten, denn dafür gibt es dann eine Belohnung.
Das Abbruchsignal (NEIN) passt hierzu: Lass das, was du gerade tust - und das lohnt sich!


Lernverhalten

Der Hund tut immer das, was sich aus seiner Sicht lohnt!

Einfacher Satz, bitte aber nochmal lesen und auf der Zunge zergehen lassen:

Was lohnt sich aus Hunde-Sicht, nicht aus Besitzer-Sicht!

Warum also soll der Hund kommen, wenn ich ihn rufe?
Warum soll er nicht Besucher anspringen, wenn es dafür doch Streicheleinheiten gibt?

Wie verstärke ich erwünschtes Verhalten und lösche Unerwünschtes?
Antworten gibt's im Training oder in der Beratung.


Problemhunde und Hundeprobleme

Problemhunde sind meine Leidenschaft, da ich erstens aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer es ist, wirklich Hilfe zu bekommen und ich zweitens Herausforderungen liebe. Auch hoffnungslosen und aufgegebenen Fällen kann ich meist helfen. In der ersten Stunde schaue und höre ich mir den Fall an, schätze Situation, Training und Aufwand ein.

Einige "hoffnungslose" Fälle, deren Besitzer sich nicht mehr mit Hund auf die Straße getraut haben, waren nach 2 Stunden(!!) Training wieder ein "normaler" Hund.

In der Beratung erkläre ich Ihnen die Hintergründe und leite Sie an, selbst mit dem Hund zu arbeiten. Sie brauchen relativ wenig Stunden und ich werde Ihnen keine 10er-Karte aufschwatzen, wenn Sie mit 3 Stunden durch sind. Effektives Training heißt für mich Erfolg.

Relativ häufig liegen Aggression, Bellen, Angst oder anderes "unerwünschtes" Hundeverhalten vor. Dieses Verhalten ist oft ein "normales" Hundeverhalten, also keine Verhaltensstörung, sondern "nur" unerwünschtes Verhalten – aus Menschensicht. Oft ist dieses Verhalten erlernt (das erkennt man daran, dass es im Laufe der Zeit zunimmt) oder durch den Besitzer verstärkt – natürlich unbewusst und unbeabsichtigt.

Zuerst werden Ursache und Auslöser gefunden. Ursachen liegen manchmal in der Vergangenheit und können nicht mehr verändert werden (z.B. bei Tierschutzhunden). Manchmal sind es aber auch gesundheitliche Probleme oder ungünstige Lebensumstände (z.B. Zusammenleben mit anderen Hunden), die sehr wohl verändert werden können.

Auslöser sind wichtig für Aggression oder Angst:

Wann und wie reagiert der Hund auf den Reiz und wie kann ich dies rechtzeitig erkennen und den Hund umlenken? Ausdrucksverhalten und "Alternativ"-Verhalten lernen Sie bei mir.


Jagen

Beim Jagen gelten andere Regeln:

Das Training muss gegen einen Hasen antreten, was aus Hunde-Sicht so ziemlich das Beste ist, was es gibt. Ein Leckerchen kommt dagegen nicht an.

Nicht einfach, aber möglich:
Jagdverhalten kann man kontrollieren und umlenken.

Der sichere Rückruf ist Grundlage, Kommen auch unter Ablenkung.
Dann gilt, das Jagdverhalten im Ansatz zu erkennen und den Hund zurückrufen und anleinen. Außerdem gehört genügend Beschäftigung dazu, um das Jagdverhalten zu befriedigen.

Schnüffel-Aufgaben sind ideal. Der Hund lernt, dass er nur mit seinem Besitzer "jagen" (= Spuren verfolgen oder Gegenstände suchen) geht. Diese Beschreibung kann natürlich in aller Kürze nicht das komplette Training und alle Hintergrundinformationen geben, die jeweils auf Hund und Halter abgestimmt werden.

Sprechen Sie mich gerne an für Fragen oder weitere Informationen.

 

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